Tischtennis im TSV

Die Tischtennis-Abteilung ist sehr erfolgreich in mehreren Klassen innerhalb des Rheinhessischen Tischtennisverbands aktiv.

Die Mannschafts- und liegeneinteilung können diesem Link entnehmen.

Tischtennis in 2011

Der TSV Wackernheim tritt in der 50. Spielzeit seit Abteilungsgründung mit sieben Herren-, zwei Damen- und zwei Nachwuchsmannschaften in den Spielklassen des Kreises Bingen, des RTTV und des DTTB an. Diese Mannschaften werden von 70 Aktiven zwischen 10 und fast 75 Jahren getragen und belebt.
Allein diese wenigen Zahlen sagen viel über den Wackernheimer Tischtennissport aus. Zum Beispiel, dass Tischtennis in Wackernheim keine Nischensportart ist sondern im wahrsten Sinne des Wortes Breitensport. Spielerinnen und Spieler fast jeden Alters können hier zwischen D-Klasse und Oberliga ihrem Lieblingssport  nachgehen, was ja schon an sich eine tolle Sache ist.
Betrachtet man sich die Spielklassen der Herrenmannschaften, wird außerdem klar, dass Wackernheim im Tischtennis das ist, was man eine Hochburg nennt. Von allen rheinhessischen Vereinen verfügen nur die DJK RW Finthen, der TV Leiselheim und der FSV Mainz 05 über den Luxus, eine 3. Mannschaft in der Bezirksliga aufzuweisen. Schaut man im RTTV nach Mannschaften, die höher platziert sind als die Wackernheimer Erste, findet man einzig und allein die erste Vertretung des FSV Mainz 05 in der Regionalliga. Diese exklusive Stellung äußerte sich in den letzten Jahren auch immer mehr in Top-Platzierungen bei RTTV-Ranglisten und Meisterschaften, die von Spielern wie Volker Stippich, Christian Ditschler, Felix Wolf, Holger Schwierz, Stefan Kröhl und Christian Mallmann erzielt wurden.
Man kann sagen, Tischtennis in Wackernheim ist in seinem 50. Jahr auf einem Höhepunkt angelangt. Noch nie gab es so viele Aktive, noch nie eine so große Leistungsdichte und so starke Leistungsspitze.
Vizemeister in der Oberliga mit einer reinen „Hobbymannschaft“, das dürfte in Deutschland selten sein.
Doch was macht letztlich den Erfolg dieser Abteilung aus? Ist es der kontinuierliche Aufstieg von einer Mannschaft in der untersten Spielklasse zu den oben erwähnten 9 Aktiven-Mannschaften? Ist es die verbandsübergreifende Anerkennung für eine Oberligaspitzenmannschaft?
Sind es herausragende Einzelerfolge, wie die Rheinhessenmeistertitel von Claus Wolf, Volker Stippich und Christian Ditschler?
Ich denke diese Fragen ohne weiteres zu bejahen, würde einen ganz anderen zentralen Aspekt vernachlässigen, der unsere Abteilung wie kein anderer geprägt hat und prägt. Diese Abteilung wirkt in hohem Maße sportlich und sozial prägend, sie integriert, vereint, ermöglicht und fördert das Entstehen von Freundschaften.
Eine ganz besondere Freundschaft stellt dabei der fast 30-jährige Austausch mit unseren Freunden aus St. Rémy-lès-Chevreuse dar, hierzu mehr im Beitrag von Bernhard Schreiber. Wichtig auch immer die Rituale, die jährlichen Sommer- und Jahresabschlussfeste. Auf einem dieser Feste wurde das Ehepaar Berott für den TSV ‚dingfest’ gemacht.
Der Hauptgrund (neben der überragenden Trainingsbeteiligung) für den Beitritt war laut Marcus Berott, dass er es noch nie erlebt hatte, dass in einem Verein die erste mit der sechsten Mannschaft ganz selbstverständlich ganz ausgelassen feiert. Diesen Gedanken wiederum fanden wir sehr befremdlich, da es uns nie in den Sinn gekommen wäre, getrennt zu feiern. Ein weiteres Beispiel guten Zusammenhalts
konnte man bei der 2. Fastnachtssitzung der Kampagne 2011 erleben, als neben Spielern der 3. und 2. Herrenmannschaft ganz selbstverständlich die komplette Oberligamannschaft hinter der Theke stand.
Dieser unglaublich gut harmonierende soziale Bereich lässt uns auch gelassen in die Zukunft schauen, denn wenn man sich auf einem Höhepunkt befindet, birgt das auch automatisch die Möglichkeit des Rückschritts. Natürlich ist uns bewusst, dass uns durch berufliche Veränderungen oder Karriereenden schmerzhafte Verluste in der Breite, aber vor allem in der Spitze erwarten können. Aber die Wackernheimer
Tischtennisabteilung würde das sozial gefestigt und mit einer soliden Basis ausgestattet verkraften können.
Natürlich ist uns bewusst, dass uns durch berufliche Veränderungen oder Karriereenden schmerzhafte Verluste in der Breite, aber vor allem in der Spitze erwarten könnten. Aber die Wackernheimer Tischtennisabteilung wäre in der Lage, dies, sozial gefestigt und mit einer soliden Basis ausgestattet, zu verkraften.

Christian Just