20.08.2006

TSV-Zeltlager 2006 am Rahnenhof

Vier Wochen WM in Deutschland und jeden Tag strahlender Sonnenschein; da war eigentlich klar, was im Zeltlager passieren musste – und wir wurden nicht enttäuscht: Das Wetter spielte mit und die Stimmung am Rainenhof war wie beim Public Viewing – es hätte ja schließlich auch hageln können.

Traditionell lustig ging es bereits am Aufbauwochenende zu; dank vieler helfender Hände standen die 11 Wohn-, 2 Material, 1Küchen- und 1 Kochzelt sehr schnell und es blieb genügend Zeit für Pavillons, Wäscheständer, das Feuerloch (noch ohne Abfluss) und High-Tech-Unkrautvernichtung am Bolzplatz. Auch die Küche war bereits eingeräumt, als sonntags mittags 50 Wackernheimer Kids zwischen 10 und 18 Jahren Besitz vom Zeltplatz ergriffen.

In den folgenden 14 Tagen gab es vieles zu entdecken und zu erleben. Altbewährte Spiele und Institutionen des Zeltlagers hatten auch 2006 ihren Platz: Postenrallyes (ja, so schreibt man das!), die Schatzsuche, die Nachtwanderung mit Mutprobe, das Fußballmatch gegen die Betreuer, Tage am See und im Schwimmbad waren wie immer im Programm. Tagsüber konnte gebastelt, jongliert, geknüpft werden; abends wurden Kappen verliehen, gesungen und Nachtwache musste auch gehalten werden.

Bei all diesen Aktivitäten gab es viel zu lernen, z.B. wie viele Sterne genau am Himmel stehen, warum in einem Schokobecher Schokoeis ist, was ein „Aschebecher“ mit einer Bandage zu tun hat, warum man lieber in der Toilette statt auf der LuMa schläft, warum die Kombination von Quark und Bier gefährlich sein kann, warum plötzlich das halbe Lager mit Krücken rumrennt und wer Wackernheims Antwort auf Podolski und Borowski sind – nicht alle Probleme wurden rein wissenschaftlich, meistens jedoch sehr unterhaltsam gelöst.

Neben diesen Klassikern gab es aber auch eine Menge Neuerungen:

Die Gestaltung des Banners wurde zum MEGA-Event „Making the Banner-Band“, wobei 5 Bands und ein Solokünstler in fairem Wettstreit einer internationalen Jury ihre Songs präsentierten. Die Jury erkannte schnell, dass alle Starter den Sieg verdient hatten, denn sie war gaanz, gaanz lieb und herzerwärmend, musste schließlich aber eine Entscheidung treffen und so bejubelten die PRINZESSCHEN (4 Goldkehlchen von Gottes Gnaden) und die GEEBEEs (eine Hommage an die 80er Jahre) einen knappen Sieg. Alle Künstler feierten im hermetisch gesicherten Backstage-Bereich bis spät in die Nacht eine gelungene Veranstaltung und viele Autogramme mussten geschrieben werden. Die Konterfeis beider Siegergruppen fanden sich bereits einen Tag später auf dem feierlich gehissten Banner.

Stolz stand dieser im Lager und nur der Regen schien eine größere Gefahr für sein Überleben darzustellen. Dann aber war eines Morgens der Schrecken groß, als das gute Stück verschwunden war. Gott sei Dank hatte nur Teilzeitbetreuer Harry die Aufmerksamkeit unserer Nachtwachen getestet und für nicht ausreichend befunden. Weitere Versuche, den Banner zu stehlen scheiterten in der Folge eher kläglich: Ein Team hatte vergessen, ein Messer zum Abschneiden mitzubringen und wollte sich eines von uns leihen, ein weiteres entdeckte Wolle bei der Zu-Fuß-Verfolgung eines verdächtigen PKWs und eine größere Gruppe benötigte sogar telefonisch geographische Hilfe um den Rahnenhof im Dunkeln überhaupt zu finden, der Rest war Formsache!

Neues gab es auch bei der Lagerolympiade. Besonders gelungen und auch Gehör schonend war die Umwandlung des Diktier-Schreispiels in ein Diktier-Flüsterspiel. Das Ergebnis, dass das Attraktionsniveau stinkt, wenn Überfaller im Wald liegen und dass alle 4 Kinder der Wuppertaler Fünflinge (also das Mädchen und beide Jungs) im Brotkasten enden konnte niemanden wirklich überraschen. Statt der Wasserstaffel versuchten wir es aus gegebenem Anlass mit einer Wasserkistenstaffel und als wäre das nicht schon lustig genug, sollte man sich dann auch noch gegenseitig zum Lachen bringen – bzw. als Vorbildkind konnte man sich auch selbst zum Lachen bringen. Kreativ zeigten sich die Teams bei ihren Schlachtrufen, Teamliedern und auch in der Namensgebung. Die COLAstichen 4 siegten schließlich gegen die Spreewaldgurken, die Gammelgurus (mit 2 reizenden Bunnies!) und Chuck Norris’ Lonely Hearts Club Band.

Noch mehr Neues ist von Nachtaktivitäten (den offiziellen) zu berichten. In Anlehnung an die Postenrallye führten wir erstmals eine Nachtrallye durch. Es war genull Nau Uhr und daher sehr finster als die Gruppen an 5 Stationen ihre Sinne, ihren Mut und ihre Geschicklichkeit testeten – aber alle kamen wieder sicher nach Hause.

Für viele sicher das Highlight des Zeltlagers und eine weitere Neuerung war die Wahl zur Miss und zum Mister Zeltlager 2006. Fünf Kandidaten und fünf Kandidatinnen – einige mit Personal Coach angereist - offenbarten in einer irren Show ihre geheimsten Wünsche, ihre Sehnsüchte und zeigten neben ausgefallenen Kostümen (manche legten sich um die begnadeten Körper wie der Darm ums Mett) auch ihre größten Talente. Per Telefonvoting wurden die Sieger bestimmt und gerüchteweise sollen die beiden eines der nächsten Titelbilder des Amtsblattes zieren und das ist sicher nur der Anfang zweier großer Karrieren. Der Moderator konnte zumindest das Sprungbrett zum Ruhm schon federn sehen.

4 Neue verstärkten dieses Mal unser Betreuerteam. Anita, Sarah, Frank und Michel – ihr habt uns gerade noch gefehlt. Nähen mit Anita, Instrumente basteln mit Michel und Kasperltheater mit Frank und Sarah waren nur einige der Beiträge, mit denen ihr zum Erfolg des Lagers beigetragen habt. Um die Zukunft des Lagers muss uns bei solchen Talenten nicht bange sein. Aber auch altbewährte Betreuer entdeckten Neues: Oli entdeckte seine hausfräulichen Reflexe, Felix seine weibliche Seite, Martin den Pfälzer Wald und alle Betreuer entdeckten die Attraktivität von Beachvolleyball in Gummistiefeln. (Roland entdeckte neue Parkmöglichkeiten, aber er war ja Gast).

Glücklicherweise war aber nicht alles Neu in diesem Zeltlager, denn auf die seit letztem Jahr bewährten Kochkünste von Peggy und Agnes möchten wir auch in Zukunft nicht verzichten. Gar nicht so einfach für über 60 Personen immer was Leckeres in die Töpfe zu bringen, aber ihr habt es geschafft. Ideen für nächstes Jahr habt ihr ja genug; man hört es soll zwei Mal einen halben Hahn mit Kroketten und Dampfnudeln geben.

Zwei Wochen Rahnenhof waren dieses Jahr zwei Wochen Spaß und auch der letzte Abend brachte noch mal zum Vorschein, was in den Wackernheimern Kids alles steckt. Jede Zeltgruppe verabschiedete sich auf individuelle Art vom Banner, welcher dann feierlich herabgelassen wurde.

Wir vom Zeltlagerteam hatten eine tolle Zeit mit euch Prachtkerlen und Prachtmädels und freuen uns schon auf 2007, denn auch da wird im Notfall der Regen einfach weggelacht – in Ewigkeit Banner, öh STRIKE!?!

Euer Zeltlagerteam: Agnes Busch, Peggy Hammer, Melanie Bohland, Anita Rosenstock, Sarah Schweikhard, Doris Jaenicke (G), Christian Just, Michel Hamm-Kempf, Herbert Barthen, Steffen Dietrich, Christian Wolf, Matthias Wolf, Oliver Kneip, Felix Anspach, Martin Kloos, Tobias Ludwig, Frank Bohland und Arno Zimmer.

 

 Ein dickes „Danke Schön“ geht an:

Ditmar Kloos, Harald Nöth und Gerhard Porth für den Transport von Mensch und Material. All diejenigen, die vor und während des Zeltlagers um unser leibliches und allgemeines Wohl besorgt waren.

Alle, die beim Be- und Entladen dafür gesorgt haben, dass alles so reibungslos und schnell geklappt hat – weiter so!!!

Besondere Grüße senden wir dieses Jahr an: Gabi und Klaus, Father and son, Frau Holle und Klara, den Schlappeseppel, Chuck Norris, den Jäger M und seinen Kumpel Z, Eismann Mario, die alt Frau Jung, Felidae, Buddy Biber, Whity Whiteman, die Oma aus Titanic, die Ampelmännchen und den Hot Button!