27.06.2004
Der Fröhliche Weinberg
(Aufführung im Juni 2004)
Nach den erfolgreichen Aufführungen des Fröhlichen Weinberg im Jahr 2001 bot die Laienschauspielgruppe des TSV Wackernheim am 25.-27.06.2004 weitere 3 Vorstellungen anlässlich der 1250 Jahrfeier von Wackernheim dar.
Die Freilichtaufführungen wurden im Hof von Claus-Ulrich Mathes, Bornstrasse 1 in Wackernheim, zum Besten gegeben.
Unter der Regie von Bärbel Anspach, Otfried Herrmann und Friedhelm Anspach mit Unterstützung durch Frau Heidi Pohl vom Staatstheater Mainz, Dramaturgie, wurden die Aufführungen wieder ein großer Erfolg.
Ein Bericht von "Die lokale Zeitung", Ausgabe Juli 2004
Gunderloch war ein Wackernheimer!
TSV-Laienschauspielgruppe überzeugt im "Fröhlichen Weinberg"
Wer kennt nicht das echt rheinische, kraftstrotzende und lustige Volksstück wider Muckertum und Heuchelei "Der fröhliche Weinberg" von Carl Zuckmayer? Es ist verfilmt worden und wird auf vielen Bühnen immer wieder gerne gespielt - gewiss nicht immer so nah an Zuckmayer, so charakteristisch in der Darstellung seiner Personen wie von der Laienschauspielgruppe des Turn- und Sportvereins Wackernheim. Schon das Ambiente mit alten Mauern, Rosen, Büschen und Bäumen auf versetzten Ebenen im Anwesen von Uli Matthes, das kein Bühnenbild mit aufwendigen Requisiten erforderte, versetzte die Zuschauer in das Weingut des Jean Baptiste Gunderloch, letzterer eindrucksvoll dargestellt von Friedhelm Anspach. Ihm schien die Rolle auf dem Leib geschrieben zu sein - von Statur, Ausstrahlung, Gestik und Sprache ein echter dickschädeliger Weingutsbesitzer. Besagter Gunderloch will seiner Tochter Klärchen (Margit Baumann) und ihrem zukünftigen Mann die Hälfte seines Weinberges vermachen, wenn sie bereits etwas "Kleines" erwartet. Bewerber sind Corpsstudent Knuzius (Dr. Bernd Zimmer) und Rheinschiffer Jochen Most (Herbert Wolf). Da sind Verwicklungen, Raufereien und Schwindeleien vorprogrammiert. Am Ende siegt die Liebe zwischen Klärchen und Jochen ebenso wie die zwischen Gunderloch und seiner Haushälterin Annemarie (Angelika Wolf) und zwei weiteren Paaren. In passend ausgewählten Kostümen verkörperten alte Darsteller ihre Rollen in hohem Maße perfekt und nachvollziehbar. Otfried Herrmann spielte den Juden "Löbche Bär" bravourös, ebenso Claus Wolf den Gastwirt und Metzger "Eismayer", Bärbel Anspach als seine "Tochter Babettchen" oder Professor Dr. Karl Heinz Bärsch den "Vogelsberger". Den meisten Szenenapplaus bekam Christian Wolf für sein unglaublich gekonntes Stottern in der Rolle des "Bruchmüller". Die Regie dieser Inszenierung, die sich mit kleinen textlichen Ausnahmen an die historische Vorlage Zuckmayers hielt, oblagen Bärbel Anspach, Otfried Herrmann und Friedhelm Anspach mit fachkundiger Unterstützung von Heidi Pohl, Staatstheater Mainz, die über die Aufführung sagte: "Das war Zuckmayer! . Als Souffleuse agierte Edith Anspach, am Akkordeon Otto NeIgen. Der Platz reicht hier nicht aus, um die Namen aller Darsteller zu nennen, doch hat das ganze Ensemble zu drei äußerst gelungenen Aufführungen beigetragen. Le
Personen und ihre Darsteller
Jean Baptiste Gunderloch | Friedhelm Anspach Kerstin Fülber Barbara Seitz |
